Kontext

Das Haus Nr. 24 ist ein Zeitzeuge. Es hat bisher zumindest 200 Jahre an dem Ort gestanden, den es immernoch schmückt. In diesen Jahren hat sich nicht nur die Dorfstruktur und das Zusammenleben verändert. Vielmehr hat sich die Zeit als solche gewandelt, wie sie wahrgenommen und gemessen wird, wie sie an Fahrt aufgenommen hat und kurzatmig wurde.

 

Ein Zeichen für diese veränderten Prägungen ist die Arkenstraße, die ein wenig versetzt nach vorne am Haus Nr. 24 vorbei zieht. Sie hat sich von einem Güterweg zu einer Landstraße entwickelt. Sie hat Geschwindigkeit erfahrbar gemacht und dadurch die Wahrnehmung modifiziert. Sie hat ihre Funktion ausgetauscht. Diese Tatsache ist keineswegs ernüchternd. Es geht nur um die Erkenntnis dieses Austausches und darum, die Ausrichtung mit dem Blick auf das Gute neu zu wandeln. Mit den Emotionen der Vergangenheit und den Möglichkeiten der Gegenwart. Schlussendlich ist eine Straße ein bewegter Platz, der Menschen und Orte verbindet. Ein Weg, der zum Zusammenkommen führt, der verbindet.